frühlings erwachen
von Frank Wedekind

Inhalt
In der 1890/91 entstandenen Kindertragödie "Frühlings Erwachen" thematisiert Frank Wedekind die pubertären Nöte von Jugendlichen um 1890. Thematischen Kern des Trauerspiels bildet der Konflikt zwischen bürgerlichen Wertvorstellungen und naturhaftem Sexualtrieb. Statt den jugendlichen Protagonisten in ihrer verwirrenden Gefühlslage beiseite zu stehen, begegnet die bürgerliche Gesellschaft - sich manifestierend in den Institutionen Familie, Schule, Kirche - den jungen Leuten mit Verständnislosigkeit, Härte und Engstirnigkeit. Die Kinder werden durch die repressiven Erziehungsmaßnahmen völlig von ihrer eigenen Natur entfremdet. Zwei der Protagonisten gehen tragisch zu Grunde: Der geistesorientierte, selbstzerstörerisch veranlagte Moritz hält dem Leitungsdruck nicht stand, den Elternhaus und Schule auf ihn ausüben, wird von der ständigen Entfremdung zwischen Leib und Kopf in den Selbstmord getrieben. Wendla wird eine fatale Lüge der Mutter zum Verhängnis. Unfähig, ihre vierzehnjährige Tochter aufzuklären, entbindet diese das Mädchen in einem karikaturistisch anmutenden Gespräch von jeglichem Gefahrenbewusstsein, indem sie ihm die Fähigkeit, ein Kind zu gebären abstreitet. Wendla lässt sich von Melchior zum Beischlaf verführen und stirbt wenig später an den Folgen einer Abtreibung. Die dritte Hauptfigur, der liberal erzogene, kritisch denkende Atheist Melchior, will sich aus Schuldgefühlen umbringen, entscheidet sich aber dann in einem inneren Widerstreit für das Leben.
Die Schauspieler
Andreas Tobias
Laura lo Zito
Henrike Jörissen
Parbet Chugh
Niklas Bardeli
über Video
Kai Wiesinger
Nina Petri
Barbara Auer
Manfred Zapatka

Regie/Bühne _Nils Daniel Finckh
Kostüm _Sandra Asche
Video _Alexander du Prel
Musik _Miriam Horwitz
Dramaturgie _Mona Hansen
Licht _Susanne Ressin

Regieassistenz _Kaja Becker

Aufführungsrechte S.Fischer Verlag
Eine Produktion des Schauspielhauses Hamburg
 
   "Böse Schafe" für Theaterpreis 2011 vorgeschlagen.